OFK Dünger in einer Handfläche

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit als unsere ureigenste Aufgabe

Schon seit Menschengedenken versucht der Mensch, die im Rahmen der Tierhaltung und Fleischgewinnung anfallenden Nebenprodukte möglichst weitestgehend zu nutzen, sei es das Leder für Bekleidung, Knochen und Sehnen als Schmuck oder Werkzeug, Knochen und Fette für die Seifenproduktion, Knochen als Dünger, Fette als Energieträger, usw. Dieses Bestreben hat zusammen mit der Erkenntnis über die Wichtigkeit einer hygienisch einwandfreien Entsorgung und Verarbeitung von tierischen Nebenprodukten zum Entstehen unserer Branche geführt.

Als in einigen Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts für viele der Sinn einer sinnvollen Ressourcennutzung abhanden gekommen war und viele Stoffe ungenutzt entsorgt wurden, haben die Betriebe unserer Branche an der möglichst weitgehenden Nutzung der tierischen Nebenprodukte festgehalten. Dabei wurden auch neue Produkte und Anwendungsmöglichkeiten entwickelt. Heute erzeugen wir Produkte, die unter Beachtung der in Europa und der Welt jeweils gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen in den unterschiedlichsten Bereichen nachhaltig zum Einsatz kommen. Die Nutzung unserer CO2-neutralen Fette zur Biodieselproduktion ist nur ein Beispiel dafür. Unsere Mehle sind besonders nachhaltige Produkte und haben im Vergleich zu Konkurrenzprodukten einen besonders großen Vorteil beim CO2-Fußabdruck, sei es im Vergleich zu synthetischen Düngern oder auch im Vergleich zu herkömmlichen Futtermitteln wie Sojamehl.

Mittlerweile wird sogar über die Herstellung von biologisch abbaubaren Kunststoffen aus tierischen Proteinen nachgedacht. Damit würde sich der Kreis wieder schließen: Wo vor tausenden Jahren tierische Nebenprodukte als Werkzeug benutzt wurde, könnten in Zukunft Biopolymere zum Einsatz kommen.

Bild Kesselhaus ohne Schallschutzhauben Mitarbeiter im Kesselhaus

Nachhaltigkeit aus unserer heutigen Verantwortung

Das Verarbeiten tierischer Nebenprodukte ist ursprünglich energieintensiv. Das Zerkleinern, Sterilisieren, Trocknen der Nebenprodukte und die finale Gewinnung und Reinigung der Fette und Mehle benötigen Strom und Wärme. Energieeffizienz ist daher für uns der Schlüssel für ökonomisch tragbare Betriebskosten und zugleich eine ökologisch vernünftige Nachhaltigkeitsbilanz. Schon seit jeher betreibt die OFK mit einer weitestgehenden innerbetrieblichen Energierückgewinnung und -mehrfachnutzung ihre Anlagen besonders energieeffizient.

Im Jahr 2008 wurde ein weiterer Meilenstein zur Abwärmenutzung beschritten: Der Bau und die Inbetriebnahme einer abwärmegestützten Klärschlammtrocknungsanlage. Hier werden im Jahr 40.000 t Klärschlamm zu CO2-neutralem Brennstoff getrocknet. In der Klärschlammtrocknungsanlage nutzen wir ein gutes Drittel der bei der OFK anliegenden Abwärme, die in früheren Jahren ungenutzt an die Umgebung abgegeben wurde. Das sind jedes Jahr ca. 30 GWh sinnvoll genutzte Abwärme.

Im Jahr 2018 haben wir unser neues Kesselhaus in Betrieb genommen, ein weiterer großer Schritt in Sachen Energieeffizienz und nachhaltiges Arbeiten. Durch den Einsatz hocheffizienter Kessel und eines BHKW mit Abhitzekessel konnten wir den Energiebezug um ca. 2,3 GWh (Abhitzekessel) und ca. 2,7 GWh (BHKW) senken.

Um unsere Bemühungen in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu strukturieren und zu bewerten haben wir 2012 ein DIN ISO 50.001 zertifiziertes Energiemanagement-System eingeführt. Ferner bestätigt die GUT-Zertifizierungsgesellschaft, dass wir die Anforderungen der RED und des Zertifizierungssystems ISCC EU erfüllen. (International Sustainability and Carbon Certification).

Das Energiemanagement-System hat sich für uns und unsere Umwelt ausgezahlt. Seit der Einführung konnten beim Erdgasverbrauch ca. 18% und im Bereich Strom ca. 21% Energie eingespart werden. Parallel dazu wurden in unserem Fuhrpark verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um den Dieselverbrauch der Flotte zu senken. Auch hier können sich die Erfolge sehen lassen: durch technische Maßnahmen und Fahrerschulungen wurde der Dieselverbrauch gesenkt.